So gibt es in Hessen keine ausreichend großen CO2-Speicher für große Kraftwerke. Das ist das Ergebnis eines Berichtes des Landesamtes für Umwelt und Geologie. Dennoch will E.ON den geplanten Block 6 des Kohlekraftwerks Staudinger bis 2020 für eine CO2-Abtrennung und -Speicherung nachrüsten.
„Man will sich einfach nicht daran gewöhnen, dass E.ON an einem Tag gigantische Klimaschutzmaßnahmen präsentiert, die sich bereits am nächsten Tag als Seifenblasen entpuppen", kommentiert Lotz die anvisierte CO2-Abscheidung und -Speicherung. Tatsächlich verschlechtere sie sogar den Wirkungsgrad eines Kraftwerkes. Bereits im Mai 2009 habe der Sachverständigenrat für Umweltfragen auf die Risiken und versteckten Kosten hingewiesen.
„Der geplante Neubau des Block 6 wird nicht zu einer ökologischen Entlastung führen oder gar eine Senkung von CO2 und Feinstäuben bewirken - nicht einmal der Status Quo wird erhalten", sagte der SPD-Umweltpolitiker Lotz. Im Gegenteil: Durch die beabsichtigte Größe des Kraftwerkblocks steigert sich die Umweltbelastung.


